Dürre-Katastrophen und ihre Folgen

Das Ausbleiben von Niederschlägen, über einen längeren Zeitraum kann zu Dürreperioden mit Ernteausfall und Hungersnöte führen. Besonders betroffen sind Regionen in den Subtropen, in denen es oft schon überdurchschnittlich warm ist. Zunehmend leiden aber auch die Mittelmeer-Staaten unter Dürreperioden. Dürreperioden sind klimatisch bedingt und tauchen in betroffenen Regionen immer wieder auf. Das Klima unseres Planeten ändert sich auf natürliche Weise und durchläuft verschiedene Perioden. Diese hängen zum Teil auch von astronomischen Faktoren ab, die langjährige Zyklen durchlaufen. So können sich die Klimazonen und damit die Niederschlagsverteilung verschieben.

Mehr und mehr greift der Mensch in das Klimageschehen ein. Der Ausstoß von Treibhausgasen bedingt nicht nur eine globale Erwärmung, sondern auch eine Änderung in der Verteilung der Niederschläge. So leiden immer mehr Gegenden unter Dürreperioden, die zuvor nicht betroffen waren. Dabei muss es nicht unbedingt warm sein, damit Niederschläge ausbleiben. Die Polregionen sind Eiswüsten mit recht geringen Niederschlagsmengen.

Klassische Dürregebiete sind die Randzonen großer Wüsten, wie die Sahel-Zone im Süden der Sahara. Diese Zone erstreckt sich auf einer Breite von 7500 km von Westafrika bis nach Ostafrika quer durch den gesamten Kontinent und erreicht eine Breite bis zu 800 km.

In der Sahelzone ereigneten sich einige der dramatischsten Hungersnöte der Erde, die durch Dürreperioden hervorgerufen wurden. Die Niederschläge fallen dort auch in normalen Zeiten sehr gering aus und liegen bei Spitzenwerten von 500 mm jährlich weit unter dem Mittelwerten in Deutschland.

Zu Beginn der 1970iger Jahre breitete sich die Sahelzone Richtung Norden aus. Dieser Effekt der Desertifikation war zum Teil anthropogener Natur: Abholzung und Überweidung bei gleichzeitigem Rückgang der Niederschläge machten die Böden unfruchtbar und es kam zu einer Reihe von Missernten. Verstärkend könnte sich das "global dimming" in Folge der Luftverschmutzung über den Industrienationen auswirken. Durch die Abdunklung der Erde in diesen Regionen wird weniger Wasser verdunstet, was zu einem Rückgang der Niederschläge führen könnte.

Der traurige Höhepunkt der Hungersnot in der Sahelzone wurde Mitte der 1980iger Jahre erreicht. Damals verhungerten mehrere Millionen Afrikaner. In den letzten Jahren hat sich der Effekt der Wüstenbildung in der Sahelzone umgekehrt und mittlerweile grünt es dort wieder.

Ein weiteres Problem langanhaltender Trockenheit ist die Entstehung von Waldbränden. Im Zuge des Klimawandels sind der Südwesten der USA, aber auch Südeuropa, Australien, Indonesien und Amazonien stark betroffen. Viele dieser Brände sind auf Brandstifftung und Brandrodung zurück zu führen. Großflächige Brände verstärken durch den Ausstoß von Treibhausgasen und dem "global dimming" den globalen Klimawandel. Zudem werden die Böden stärker der Erosion ausgesetzt und das Fehlen der Vegetation stört den Wasserkreislauf und verändert die Albedo der Erdoberfläche.


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