Naturkatastrophen und Naturphänomene


Ebola


Ebola: Wird die Epidemie zur Pandemie?


Ebola ist eine fieberhafte Infektionskrankheit die durch das Ebolavirus verursacht wird. Die Krankheit wird auch Ebolafieber genannt. In 50 - 90% aller Fälle führt die Infektion zum Tode. Der Name der Krankheit leitet sich aus dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo ab. Dort trat die Krankheit 1976 zum ersten Mal auf. Damals infizierten sich 318 Menschen von denen 280 starben. Ebola hat ein hohes Potenzial zur Seuche zu werden.

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Der Ursprungswirt des Ebolavirus ist nicht mit Sicherheit zu Bestimmen. Vermutlich wurde es erstmals durch Flughunde übertragen. Es wurden auch Schimpansen und Gorillas entdeckt, die an dem Virus starben. Auf den Menschen übertrug sich Ebola wahrscheinlich über das sogenannte "Buschfleisch". Das ist Wildfleisch (Affen, Gorillas, Flughunde) das im afrikanischen Busch gejagt wurde und von den Menschen gegessen wurde und wird.
Mittlerweile gibt es 5 Subtypen des Virus. Ebola ist ein hämorrhagisches Fieber und 4 der Subtypen lösen Fieber mit Temperaturen über 38,5 Grad aus. Es kommt zu inneren Blutungen, Durchfall und Erbrechen. Die Inkubationszeit dauert ca. 3 Wochen. Nur Menschen die bereits Symptome zeigen können das Virus übertragen. Das Virus findet sich in Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen und das Virus wird über Kontakt mit diesen Sekreten übertragen. Meistens ist dazu Körperkontakt nötig, es kann aber auch über Schmierinfektion übertragen werden. Ob es sich ebenfalls wie eine Grippe über Tröpfcheninfektion (Niesen) überträgt ist wohl nicht eindeutig geklärt.
Wichtigste Schutzmaßnahmen um sich vor einer Infektion zu schützen, ist Körperkontakt zu meiden und besondere Sorgfalt bei der Hygiene walten zu lassen. Desinfektion sämtlicher Gegenstände, die mit Infizierten in Berührung gekommen sind und das Tragen von Schutzanzügen ist für alle Menschen, die mit Ebola-Patienten zu tun haben obligatorisch. Einen wirklich sicheren Schutz vor einer Infektion scheint es nicht zu geben, denn zahlreiche Ärzte und Pfleger stecken sich an.
Da die Krankheit zunächst in Westafrika in isolierten Dorfgemeinschaften ausbrach verbreitete sich Ebola nicht weiter. Aus diesem Grund versäumten Forscher und Pharmakonzerne die Entwicklung wirksamer Medikamente und Impfstoffe; der Markt war einfach zu klein, als dass es sich finanziell gelohnt hätte. Das menschliche Immunsystem hat der der Ebola-Erkrankung nichts entgegen zu setzten. Da es sich scheinbar um ein sehr junges Virus handelt, ist das Immunsystem noch nicht darauf trainiert. Es dauert mehrere Generationen bis sich das Immunsystem an neue Erreger anpasst. Zudem hemmt das Ebolavirus das natürliche Immunsystem indem es den Botenstoff Interferon blockiert.
Die bisher größte Ebola-Epidemie fand ihren Ursprung Anfang 2014. Im Februar waren erste Fälle aus einem Waldgebiet im Süden von Guinea bekannt geworden. Von dort griff die Krankheit schnell auf Liberia über. Im Mai wurden erste Fälle aus Sierra Leone bekannt und im Juli hielt das Virus Einzug in Nigeria. Im September wurden erste Infizierte zur Behandlung in Kliniken in die USA und Europa geflogen. Die Behörden versicherten, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe und dass es praktisch unmöglich sei, dass das Virus die Isolierstationen westlicher Krankenhäuser verließe. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in Afrika mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben.
Am 01. Oktober wurde der erste Ebola-Patient in den USA gemeldet. Hier kam es zu einer eklatanten Fehlerserie: der Erkrankte wurde bei seinem ersten Krankenhausbesuch mit Antibiotika behandelt und nach Hause geschickt. Erst 4 Tage später wurde er mit Ebola-Verdacht ins Krankenhaus eingewiesen. Kontaminierte Bettwäsche aus seiner Wohnung wurde nicht entsorgt. Der Mann aus Sierra Leone hatte zahlreiche Kontakte zu Schulkindern, bevor er im Krankenhaus eingewiesen wurde.
Nur eine Woche später erkrankte eine Pflegerin in Madrid. Sie hatte einen infizierten Missionar gepflegt, der aus Westafrika eingeflogen wurde. Die Pflegerin lief 5 Tage mit Ebola-Symptomen durch Madrid, bevor sie auf eigenem Drängen in die Isolierstation aufgenommen wurde, in der sie den inzwischen verstorbenen Missionar gepflegt hatte. Das Unmögliche war eingetreten! Am 10. Oktober wurden erste Verdachtsfälle aus Mazedonien gemeldet. Die Sicherheitsmaßnahmen an internationalen Flughäfen wurden erhöht und Reisende aus Westafrika wurden von nun an auf Fieber untersucht und ggf. Isoliert.
Die hochnäsige Überzeugung westlicher Mediziner und Spezialisten, dass es praktisch unmöglich sei, dass sich die Krankheit in der westlichen Welt ausbreiten könne, teile ich nicht. Zwar mag es in einzelnen Fällen möglich sein, eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern, besonders, wenn die Erkrankten von einem Spezialisten-Team betreut werden, doch die Fälle aus den USA und Madrid zeigen deutlich die Schwächen des Systems auf. Mit jedem Infizierten außerhalb Westafrikas steigt das Risiko einer Pandemie. Wenn Ebola in Europa, oder den USA erst einmal außer Kontrolle gerät, wird es sich recht schnell verbreiten. In Afrika sind die Menschen bei weitem nicht so mobil wie hier. Besonders Gegenden wie Südeuropa, der Süden und Südwesten der USA und weite Teile Südostasiens würden dem Ebola-Virus günstige klimatische Bedingungen liefern. Evtl. könnte ein strenger Winter das Virus in Deutschland stoppen, doch dank Klimawandel ist der nicht gewiss. Sollte es zu einer Pandemie kommen, sehe ich einen neuen Börsencrash auf uns zu kommen und eine Verschärfung der Weltwirtschaftskrise.


Noch ist es nicht soweit, dass wir in Panik verfallen müssten, oder besondere persönliche Schutzmaßnahmen treffen müssen. Wer aber eigenverantwortlich handeln möchte könnte sich jetzt bereits Gedanken machen, sich ein paar Vorräte anzuschaffen. Ich empfehle immer ein wenig autark zu sein und für Naturkatastrophen jeglicher Art Vorsorge zu treffen. Denn meistens kommen sie ohne große Vorwarnzeit auf uns zu. In diesem speziellen Fall könnte es nicht Schaden Desinfektionsmittel parat zu halten und einen Lebensmittelvorrat anzulegen. Atemmasken, Schutzbrillen, Einmalhandschuhe und ggf. Schmutzanzüge könnte man kaufen, wenn man auf Nummer Sicher gehen will. Sollte es zu einer Pandemie kommen, sind diese Produkte bestimmt schnell ausverkauft, oder überteuert zu haben. Im Falle einer Pandemie könnten sich die Behörden gezwungen sehen Ausganssperren zu verhängen, oder wenigstens die Mobilität stark einzuschränken. Mittels Resilienzmanagement wurde im Venedig des 14. Jahrhunderts versucht der Pest zu begegnen. Im September wurde in Liberia bereits eine 3-tägige Ausgangssperre verhängt. Viele Menschen hungerten, das öffentliche Leben kam zum erliegen, die Wirtschaft litt enorm. Allerdings bringt eine 3-tägige Ausgangssperre nichts bei einer Krankheit mit einer 3-wöchigen Inkubationszeit. Sollte es tatsächlich zum schlimmsten Fall einer Pandemie mit Millionen Erkrankten kommen, würde das öffentliche Leben für Monate still stehen. Die Behörden und Kräfte aus Zivilschutz, Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr wären überfordert und jeder Einzelne würde gefordert werden. Die Wahrscheinlichkeit für diesen schlimmsten Fall stufe ich zwar für gering ein, es kann aber nicht Schaden mal darüber nachzudenken und Notfallszenarien durchzuspielen, bevor es einem kalt erwischt.



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