StürmeundOrkane

Stürme sind die bedeutendsten Wetterphänomene. Statistisch gesehen verursachen Stürme 57% aller Todesopfer durch Naturkatastrophen. Stürme entstehen durch einen hohen Luftdruckunterschied auf kurzer Distanz. Luftdrucksysteme mit hohem Druckgradienten bauen sich bevorzugt über dem offenen Meer auf. Hohe Wassertemperaturen und ein großes Temperaturgefälle in der Atmosphäre begünstigen die Bildung von Stürmen. Zudem ist auf dem offenen Meer die Bodenreibung wesentlich geringer als an Land. Auf dem Meer verursachen Stürme hohen Seegang und gefährden den Schiffsverkehr.

Zieht ein Sturm über Land richtet er oft große Schäden an Immobilien an. Waldbruch schadet der Forstwirtschaft beträchtlich. Fast jeder starke Sturm kostet einigen Menschen das Leben, weil sie von umstürzenden Bäumen, oder Dächern erschlagen werden. Begleiterscheinungen eines Sturmes sind oft heftige Niederschläge, Hagelschlag und Gewitter mit Blitzschlag.
Die Niederschläge können zu Hochwasser führen und Hangrutschungen und Schlammlawinen auslösen.
Bei Frost geht der Niederschlag als Schnee runter und ein Schneesturm entsteht. Solche Blizzards sind besonders im Norden der USA und Kanada bekannt und gefürchtet.
In Wüstenregionen wirbelt der Wind Sand auf und man spricht von einem Sandsturm. Lagert sich der Sand auf landwirtschaftliche Nutzflächen ab, entsteht oft ein hoher Schaden für den Landwirt.

Wann ein Wind zu einem Sturm wird ist genau definiert. Zur Einordnung der Windstärke dient die Beaufort-Skala. Bei einer Windstärke von 9 auf der Beaufort-Skala wird ein Wind zu einem Sturm. Dass entspricht einer Windgeschwindigkeit von 74,9 km/h. Ab einer Windgeschwindigkeit von 117,7 km/h, bzw. ab der Windstärke 12, wird der Sturm zum Orkan. Ein Orkan richtet meistens große Schäden an.

Der stärkste Orkan in Europa brachte es 1990 auf eine Spitzenwindgeschwindigkeit von 285 km/h. Er hörte auf den Namen Wiebke.
Im Rahmen der globalen Erderwärmung entstehen auch bei uns in Deutschland immer häufiger stärkere Stürme. Im Juli 2010 zogen mehrere gewittrige Sturmfronten über NRW hinweg und richteten große Sachschäden an.

Im April und Mai 2011 wurden Sandstürme in Norddeutschland beobachtet. Durch den ungewöhnlich trockenen Frühling (der trockenste seit 100 Jahren) verwandelten sich Äcker in Miniwüsten. Sturmwinde wirbelten den Sand auf. Auf der A19 bei Rostock behinderte der Sandsturm die Sicht der Autofahrer und es kam zu einer Massenkarambolage an der 80 Fahrzeuge beteiligt waren. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Copyright Marc Szeglat 2016. Design by elemis. All rights reserved.