Tornados sind kleinräumige Wirbelstürme und werden auch Großthromben, oder Twister genannt. Damit sie entstehen können ist eine ausgeprägte Feuchtekonvektion nötig, die wiederum durch eine hohe latente Wärme (in Form von hoher Luftfeuchtigkeit) in Bodennähe und eine starke Temperaturabnahme mit der Höhe bedingt wird. Treten dann in labilen Wetterzonen starke vertikale Scherwinde auf, können Gewitterfronten mit einem rotierenden Aufwind entstehen, die oft von heftigen Regenfällen und Hagel begleitet werden. Diese Gewitterfronten nennt man Superzellen. Am Rand der Superzellen können die Wolken nach unten gedrückt werden, es entsteht eine sogenannte Wolkenmauer. In 15% bis 20% der Superzellen bilden sich nun Tornados. Es entsteht ein kleinflächiger Luftwirbel, in dem warme Luft aus Bodennähe angesaugt wird. Die Größe dieser Luftwirbel liegt in einem Bereich von wenigen Metern bis maximal wenigen Hundert Metern Durchmesser. Im Inneren des Tornados treten Windgeschwindigkeiten von bis zu 500 km/h auf. Der Luftwirbel selber wandert mit ca. 50 km/h und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung.
Die Tornados ändern nur selten ihre Richtung, sondern bewegen sich linear in Zugrichtung der Hauptwolken. Es können auch mehrere Tornados in einer Superzelle entstehen.
Tornados entstehen besonders häufig in Flachlandregionen mit geringer Bodenreibung. Bekannte Tornadogebiete finden sich im Mittleren Westen der USA, in den "Great Plains". Dort erreicht die Tornadosaison im Frühsommer ihren Höhepunkt. Die meisten Tornados treten am Spätnachmittag, oder frühen Abend auf.

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